

Fünf starke Gründe für ein NEIN
Die “Neutralitäts”-Initiative gefährdet unsere Sicherheit
Die Initiative schränkt die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern massiv ein. Gemeinsame Übungen, Wissensaustausch und die Vorbereitung auf neue Bedrohungen wie Cyberangriffe wären künftig erst möglich, wenn ein Angriff auf die Schweiz unmittelbar bevorsteht. Doch im Ernstfall ist es zu spät, um Fähigkeiten aufzubauen. Gerade angesichts der zunehmend instabilen Sicherheitslage in Europa dürfen wir unsere Verteidigungsfähigkeit nicht schwächen.
Die “Neutralitäts”-Initiative bricht mit unseren Werten
Die Initiative schliesst Sanktionen gegen kriegführende Staaten ausserhalb des UNO-Sicherheitsrates weitgehend aus. Dadurch könnte die Schweiz auch international breit abgestützte Sanktionen nicht mehr mittragen. Eine Neutralität, die selbst bei schwersten Völkerrechtsverstössen keine friedlichen Gegenmassnahmen zulässt, bricht mit unseren Werten und unserer Tradition, für die Einhaltung des Völkerrechts einzustehen.
Die “Neutralitäts”-Initiative schränkt unsere Handlungsfähigkeit ein
Die Initiative bricht mit unserer seit über 175 Jahren bewährten Neutralitätspraxis und ersetzt die pragmatische Auslegung durch ein starres Neutralitätskorsett. Wir wissen nicht, vor welchen sicherheits- und aussenpolitischen Herausforderungen die Schweiz in zehn oder zwanzig Jahren stehen wird. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht selbst unserer Handlungsfähigkeit berauben.
Die “Neutralitäts”-Initiative ist vollkommen unnötig
Die Initiative löst kein bestehendes Problem. Die Neutralität ist bereits heute in der Bundesverfassung verankert. Sie wird international als immerwährend und bewaffnet anerkannt und respektiert. Schon heute beteiligt sich die Schweiz nicht an militärischen Auseinandersetzungen anderer Staaten und gehört keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis an.
Die “Neutralitäts”-Initiative schadet unserem Ruf
Die Initiative führt dazu, dass die Schweiz als einziges Land Westeuropas Sanktionen der EU gegen kriegführende Staaten nicht mehr mittragen kann. Dadurch würde international das Bild einer Schweiz entstehen, die sich selbst bei schweren Völkerrechtsverletzungen zurückhält, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen nicht zu belasten. Wir dürfen die internationale Glaubwürdigkeit der Schweiz nicht aufs Spiel setzen.
